Nestlé

Prozessgebäude

Der Hamburger Standort der Nestlé AG ist ein Traditionsstandort. Die ältesten Gebäude, wie z.B. der heutige Werksempfang, stammen aus den 1930er-Jahren. Kontinuierliche Werkserweiterungen haben über die Jahre zu einer starken Erweiterung und Nachverdichtung mit unterschiedlichsten Baustrukturen geführt. 


Architektonischer Impuls im Nestlé Werksgelände


Der Neubau liegt an einer der wesentlichen, insbesondere von Besuchern genutzten Verkehrsachsen im Werk. Prägend sind hier Bauwerke in Ziegelbauweise. Das neue Prozessgebäude dient der Vorbereitung für die Produktion von "Smarties" und bildet einen Anbau an die bestehende Produktionshalle aus den 1960er Jahren. Die im Inneren des Gebäudes ablaufenden Prozessschritte finden auf zwei Ebenen statt. Eine Befensterung ist im Wesentlichen für Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten an den weitgehend autonom laufenden Produktionsanlagen notwendig. Ein neuer Pausenraum für die bestehende Produktion gehört ebenfalls zum Raumprogramm und ist mit Blick in eine Wegkreuzung der Hauptwege im Gebäudeumfeld angeordnet.



 

"Die spezifischen Rahmenbedingungen der Fertigungstechnik von Nahrungs- und Genussmitteln mit den damit verbundenen hohen Hygieneanforderungen müssen stets mitgedacht werden."

KARSTEN SCHULTE

Architektonische Haltung - das neue Prozessgebäude


Die Gestaltung von Fassaden hat neben der Auswahl der geeigneten Materialität immer auch eine Hauptbeschäftigung in der Proportionierung der Flächen und der Ausbildung eines Reliefs, das die gewählte Fassadeneinteilung unterstützt. In diesem Fall greift der Erdgeschosssockel die historische Ziegelbauweise im Werk auf. Vor-springende Ziegellagen schaffen ein markantes Fassadenrelief. Im gleichen Farbspektrum überragt die darüberliegende Sandwich-Fassade mit Wellprofilverkleidung das Bestandsgebäude. Als Übergang zu den anschließenden Technikbauten und Silos ist eine Teilfläche aluminiumfarben ausgebildet. Aus Systemfenstern der Sandwichfassade wurden Fensterbänder gebildet, die mit Rahmenprofilen die Fassade zusätzlich profilieren und rhythmisieren. Die Proportion der vertikal wechselnden Materialität von Ziegeln, Glas und Wellblech in der Fassade steigt vom Sockel bis zur Attika abwechselnd mit den Verhältniswerten von 1/1,5 und 1/2 von 1 m bis 3 m an. Ziel dieser Proportionierung ist die Betonung der Gebäudehöhe und Dominanz dieses kleinen Industriebaus.



Auftraggeber

Nestlé Deutschland AG

 

Standort

Hamburg


Team aib

Christof Nellehsen, Manfred Loges, Karsten Schulte

 

Leistungen aib

Objektplanung, Tragwerksplanung, Objektüberwachung



Ansprechpartner


Christof Nellehsen

Dipl.-Ing. Architekt BDA und Stadtplaner SRL

Telefon +49 (0) 203 9404-0

cne@aibonline.de

 
 
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