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Mercatorhaus: Planung des Nachbaus

26.07.2019 | Mercatorhaus


Planung des Nachbaus in Duisburg


Als im Jahr 2012 bei Abrissarbeiten die Reste des historischen Mercatorhauses gefunden wurden, formierte sich in Duisburg schnell ein breites Bürgerbündnis für dessen Rekonstruktion. Nach Gründung einer Bürgergenossenschaft sowie einer Machbarkeitsstudie entwickelte aib eine Projektstudie für den Nachbau der ehemaligen Wohnstätte des Kartografen Gerhard Mercator. In einer ersten öffentlichen Informationsveranstaltung stellte Christof Nellehsen von aib kürzlich den Stand der Planungen vor. Ziel der Projektstudie ist es, die historischen Gegebenheiten der Hofanlage so originalgetreu wie möglich nachzubauen und damit einen neuen Identifikationspunkt für die Stadt zu schaffen.


Der Nachbau des Mercatorhauses entsteht als Mittelpunkt eines neuen, zentralen Quartiers in der Nähe des Duisburger Rathauses. Das Projekt wird damit auch als Chance für einen Stadtumbau im Sinne eines vielfältigen und attraktiven Wohnumfeldes gesehen. Unter dem Motto „Sich und die Welt entdecken“ soll im rekonstruierten Gebäude vor allem ein Zentrum für kulturelle Bildung rund um die Vision seines Namensgebers entstehen. Die Universität Duisburg-Essen beabsichtigt, ein Drittel der Räume zu belegen.


Als Planungsbüro mit Sitz in Duisburg engagiert sich aib auf vielfältige Weise für die Entwicklung der Ruhrmetropole. Für die Bürgergenossenschaft, die sich zum Nachbau des Mercatorhauses gegründet hat, wurde die Projektstudie daher ehrenamtlich und ohne Honorar erstellt. Im Sinne des Denkmalschutzes sieht die Rekonstruktion eine Bewahrung der vorhandenen historischen Fundamente vor, die konserviert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.


Mit der von Christof Nellehsen in der aktuellen Informationsveranstaltung vorgestellten Planung nimmt der Nachbau des Mercatorhauses nun Gestalt an. Um das bürgerliche Engagement in der Stadt zu stärken, wurde für die Finanzierung eine Bürgergenossenschaft ins Leben gerufen. Die Stadt bekräftigte in der Veranstaltung die Absicht, das Grundstück der Genossenschaft kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Seit Mitte des Jahres ist der Bebauungsplan für das 28.000 Quadratmeter große Areal zwischen Oberstraße und Gutenbergstraße offengelegt. Ginge es nach dem Wunsch des Vorsitzenden der Bürgergenossenschaft, Klaus Becker, würde das Mercatorhaus noch im Jahr 2021 eingeweiht.


Projekt: Mercatorhaus